Der Weg zu einem fertigen Kosmetikprodukt

Entwicklung von Kosmetikprodukten

 

Damit ein Kosmetikprodukt auf den Markt gebracht werden kann, müssen gesetzliche Vorgaben (EU-Kosmetikverordnung) von der Auswahl der Rohstoffe bis zum fertigen Kosmetikprodukt erfüllt sein, diese sind Sicherheit, Verträglichkeit, Wirksamkeit und Haltbarkeit.  

Innerhalb der EU können Verbraucher sicher sein, dass die Produkte nach den selben Regeln hergestellt, dokumentiert und kontrolliert werden und den gleichen Qualitätsanforderungen unterliegen.

 

Der Weg zum fertigen Produkt

 

Bei der Entwicklung eines Kosmetikprodukts laufen die Geräte in den Labors auf Hochtouren. Zuerst werden die Rohstoffe und Wirkstoffe dann die Emulsionsart (z.B. Öl in Wasser oder Wasser in Öl Emulsion) festgelegt und zusammengerührt anschließend wird das Produkt geschüttelt, gerüttelt, Hitze, Kälte und Licht ausgesetzt. Unter diesen Bedingungen stellt sich heraus, ob die Zusammensetzung passt. Die Produkte müssen wirken, dürfen sich nicht in ihre Bestandteile auflösen, sie müssen sicher und mikrobiologisch rein sein. Im Betriebsversuch wird das Produkt schließlich in der Praxis getestet. Das technische Okay erfolgt erst, wenn die Ergebnisse der Anwendertests, Wirkung, Stabilität und mikrobiologische Qualität positiv sind.

 

Gesetzliche Anforderungen zum Schutz der Konsumenten

 

Nur Produkte, die alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen, dürfen auf den Markt gebracht werden. Die EU-Kosmetikverordnung regelt folgende Punkte:

 

• Kennzeichnung von kosmetischen Produkten: Die Hersteller müssen Firmennamen und -adresse, Mindestinhalt, Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für den Gebrauch und Produktionsnummer angeben.

 

• Haltbarkeitsdatum: Damit Anwender wissen, wie lange sie ihre Kosmetika verwenden können, ist auf Kosmetikprodukten ein Haltbarkeitsdatum angegeben – in der Regel ein Haltbarkeitsdatum nach dem Öffnen mit dem Symbol eines geöffneten Tiegels. Ausnahmen: Produkte, die ungeöffnet weniger als 30 Monate haltbar sind, tragen ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Einwegprodukte, Spraydosen oder nicht verderbliche Produkte wie Parfüm, brauchen kein Haltbarkeitsdatum.

 

• Kennzeichnung von Inhaltsstoffen mit INCI: Hilfe für Allergiker bietet die Deklaration von kosmetischen Inhaltsstoffen auf Verpackung oder Produktbehälter nach dem international einheitlichen System der International Nomenclature of Cosmetic Ingredients, kurz INCI. Sogar die Duftnote ist mittlerweile für Allergiker aufgeschlüsselt.

 

• Sicherheitsbewertung: Kosmetikprodukte müssen sicher sein. Deshalb unterziehen interne oder unabhängige Gutachter jedes Produkt einer toxikologischen Individualprüfung.

 

• Tierversuchsverbot: Seit September 2004 dürfen kosmetische Produkte EU-weit nicht mehr an Tieren getestet werden. Die Hersteller testen ihre Produkte bereits seit vielen Jahren nicht mehr an Tieren. Das Inverkehrbringen von kosmetischen Mitteln, deren Bestandteile oder Kombinationen von Bestandteilen sowie Fertigprodukte im Tierversuch getestet wurden – egal ob Naturkosmetik oder konventionell hergestellt – ist EU-weit seit 2013 verboten. Bei kosmetischen Rohstoffen seit 2009.

 

• Produktunterlagen: Alle Kosmetikhersteller sind verpflichtet, sogenannte Produktdossiers bereit zu halten. Diese geben Auskunft über Zusammensetzung, Ausgangsstoffe, Methode der Herstellung, Sicherheitsbewertung, Name, Adresse und Qualifikation des Gutachters, beobachtete unerwünschte Effekte des Produktes, Reklamationen, Wirksamkeit.

 

 

1 Gilt für Lieferungen in folgendes Land: Deutschland. Lieferzeiten für andere Länder und Informationen zur Berechnung des Liefertermins siehe hier: Liefer- und Zahlungsbedingungen